allgemeine Untersuchungen - Minirocker

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 Gesundheit   
                 Lebenserwartung 
                                  & Verhalten
Hinter diesen Begriffen verbergen sich die wichtigsten Kriterien, mittels derer zu erkennen ist, ob eine Hunderasse erfolgreich und verantwortlich gezüchtet wird. Jeder Wurf hat neben der stetigen gesundheitlichen Verbesserung der Rasse auch immer noch sein eigenes Zuchtziel. Kein Hund ist perfekt und so versuche ich durch eine Verpaarung etwas noch besseres heraus zu bekommen. So gleichen sich Rüde und Hündin im Erscheinungsbild aus und die Welpen erhalten eine Mischung aus beiden Eltern. Etwas Glück ist natürlich auch immer dabei :) Als Züchter sucht man sich natürlich dann immer einen besonders typvollen Hund zur Weiterzucht aus.
Die Bekämpfung der Rassetypischen Erkrankungen liegen sicher jedem VDH- Züchter am Herzen. Nach neuesten Forschungen konnte nun der gesamte, aktive VDH-Zuchtbestand auf die Gendefekte Episodic Falling (EF) ,Curly Coat und Dry Eye Syndrom (CC/DE) untersucht werden! Die Ergebnisse werden intern veröffentlicht und gespeichert. In den neuen Ahnentafeln werden diese Ergebnisse zusätzlich eingetragen. 

 Aufzucht & Medikamente 
Von Anfang an auf Gesunderhaltung zu achten ist eine große Herausforderung für Züchter. Es ist mit viel Aufwand verbunden, da wir alle ja meistens einige Hunde gleichzeitig zu versorgen haben. Neben dem rein finanziellem Aspekt sitzt uns immer die Zeit im Nacken. Trotzdem stelle ich mich dieser Herausforderung immer wieder und versuche diese perfektionistischen Vorgaben meiner selbst umzusetzen: Ich gebe meinen Hündinnen und Welpen kein Antibiotika, wenn es nicht irgendwie vermeidbar ist (z.B. durch Naturprodukte und Homöopathie). Meine Hündinnen und meine Welpen erhalten bestes Futter. Meine Welpen werden nach den Grundsätzen der oralen Toleranz großgezogen um Allergien bzw. Futterunverträglichkeiten  und Magen- Darmerkrankungen vorzubeugen. Genauso wie bei der Fütterung ist es bei der Impfung zu betrachten. Der Körper und vor allem das Immunsystem von einem Hundekind, dass zugleich mit 5-7 verschiedenen Impfstoffen bombardiert wird, kann dadurch stark geschädigt werden. Bei mir erhalten die Welpen genau die Impfstoffe (Core-Impfungen), die sie brauchen (SHP). Nicht mehr! Wenn Ihnen Ihr Tierarzt einreden will, Ihr Welpe bräuchte mehr, würde ich seine Loyalität anzweifeln und mich einmal selber bei der Wsava (= Weltverband der Kleintierärzte) schlau machen!: Hier ein Bericht auf Deutsch.

 
Das Herz  unserer Cavaliere wird vor jeder Verpaarung untersucht. 
Nur Herzgesunde Cavaliere kommen in die Zucht.
In den letzten 20 Jahren wurde die Kontrolle der Gesundheit von Zuchttieren immer mehr intensiviert. Der bei vielen Laien entstandene Eindruck die Rassehunde würden immer kranker, ist schlicht weg falsch. Durch die ständig besser werdende Diagnostik, und Einführung neuer Untersuchungsmethoden wurde das Wissen um Erkennung und Behandlung von Erkrankungen immer umfangreicher. Die Tatsache, dass Rassehunde einer sinnvollen gesundheitlichen Testung unterliegen, darf nicht zu dem Trugschluss führen, sie seien aus diesem Grunde kranker als Mischlinge. Das Gegenteil ist der Fall. 
(Artikel über Herzerkrankungen in Hundepopulationen)Auszug: Beispiel für eine erst spät auftretende erworbene erbliche Erkrankung ist die Endokardiose der kleinen Hunde. Bei dieser Erkrankung bilden sich kleine Knötchen an den Herzklappen durch eine genetisch bedingte Schädigung der kollagenen Eiweiße der Herzklappe. Meistens tritt die Erkrankung erst im letzten Altersdrittel auf. Statistisch weisen etwa 80% der Teckel und Cavalier King Charles Spaniel mit 10 Jahren ein Herzgeräusch an der Mitralklappe durch eine Endokardiose verursacht auf. Die beim Cavalier-King-Charles Spaniels festzustellende Häufung war Anlass für das am 1.7.2000 von den drei verantwort lichen Zuchtvereinen eingeführte bundesweite Screening dieser Hunde. Eine wissenschaftliche Begleitung des Projektes durch Förderung einer Dissertation an der Tierärztlichen Hochschule Hannover war vorbildlich. Mittlerweile werden die Ergebnisse der Dissertation praxistauglich umgesetzt, denn die Zuchttiere und deren Abkömmlinge werden regelmäßig durch Auskultation und Echokardiographie untersucht. 
 
Die    Patellaluxation 
                            wird vor Zuchteinsatz durch eine Zuchthygienische Untersuchung  von einem darauf geschulten Tierarzt ausgeschlossen  und attestiert (nur Grad 0 wird zur Zucht freigegeben).

 
Krankheitsbild Syringomyelie (SM) / Arnold Chiarie ähnliche Missbildung
Ich spreche von dem so genannten „Scheinkratzen“, der Syringomyelia, oder auch besser beim Menschen bekannt unter dem Namen Arnold-Chiarie-Syndrom. Viele Cavalierfreunde, sowie auch Neuinteressierte an der Rasse Cavalier-King-Charles- Spaniel stellen mir Fragen dazu, da sie zu Recht verunsichert sind. Die Medien zeigen immer wieder kranke Cavaliere und übertreiben maßlos oder berichten ohne sich geng Hintergrundwissen anzueignen. Weltweit leiden nur ca. 2% der Cavaliere an dieser Krankheit (gezüchtet in seriöser Zucht).  Genaue Beschreibung Dr. Deutschland macht hierzu ach Aufzeichnungen, leider aber differenziert er dabei nicht die VDH-Zuchthunde von den Hunden aus dem illegalen Welpenhandel. Somit sind diese Aufzeichnungen für uns Züchter leider unbrauchbar.

Für verantwortungsbewusste Züchter ist es eine Herausforderung, diese Erbkrankheit  so weit wie möglich auszusondern, denn an sich dient das Scannen im MRT momentan ausschliesslich der Forschung und wird erst ab 3 Jahren empfohlen.  Der Züchter oder Cavalierbesitzer kann selbst keine Schlüsse aus den Ergebnissen ziehen. Denn gleichwohl es sich um ein objektives Verfahren handelt, ist es dennoch unklar ab wann es bei strukturellen Auffälligkeiten im Bereich des Kleinhirns beim Cavalier tatsächlich zum Ausbruch der eigentlichen Erkrankung mit Symptomen kommt und welcher Hund die Erkrankung in der Zucht weitervererbt. Dies belegen aussagekräftige Studien. Ich lehne diese Untersuchung in Vollnarkose daher vorerst ab. Erkrankte Hunde sind im VDH meldepflichtig, werden veröffentlicht und sofort aus der Zucht genommen. In der Zucht kann diese Krankheit nur durch Selektion bekämpft werden. 
Was genau bedeutet das?
Der VDH hat nun auch die Syringomyelia in seine Zuchtselektion aufgenommen. Alle bekannten Hunde werden so gekennzeichnet, dass die Züchter auch im Hinblick auf diese Erbkrankheit Einfluss auf ihre Verpaarungen nehmen können. Dies ist ein wichtiger Schritt für Cavalier-King-Charles-Spaniel. Wir sind mit unserer Selektionsmethode auf einem guten Weg.
 
Der Cavalier und die Syringomyelie (SM, Arnold-Chiari-Syndrom)- ein Bericht vom Verband deutscher Kleinhundezüchter (VDH)

Zum allerersten Mal hörte ich davon im Jahre 2002, einer unserer Züchter fragte mich, ob ich darüber etwas weiß. Ich wußte nicht und googelte mich diesbezüglich durchs WWW, fand auch einige Einträge, aber wirklich anfangen konnte ich damit nichts. Bis dahin hatte ich von diesem Defekt noch nie gehört, geschweige denn, Kenntnis von betroffenen Hunden innerhalb Deutschlands oder den angrenzenden FCI-Ländern, mit denen man Zucht- und Zuchtlenkungskontakte hält.

In 2004 dann der erste erkrankte Hund in unseren Beständen, ein englischer Importrüde, der auch bereits gedeckt hatte.  Damit sah ich Handlungsbedarf, da auch Vorfahren dieses Rüden schon in unseren Zuchtdateien vertreten waren. Ich informierte mich jetzt eingehend, einschließlich Kontaktaufnahme mit Claire Rusbridge in England, die damals schon etwa 10 Jahre an SM forschte.
Ich kam zu dem Schluss, dass etwas „getan“ werden mußte und informierte als erstes die Züchter und Mitglieder über die Erkrankung.
Holland hatte sich inzwischen  den englischen Bekämpfungsempfehlungen (alles auf freiwilliger Basis) angeschlossen, die aber in Deutschland als Pflichtmaßnahme nicht in Frage kamen, da die dafür notwendigen MRT-Geräte gar nicht in einer Zahl vorhanden waren, die es gebraucht hätte, um alle Zuchttiere zu scannen. Inzwischen hat sich jedoch herausgestellt, dass
MRTs als Selektionsgrundlage wertlos sind, da ein Untersuchungsergebnis eine Momentaufnahme ist, die heute ohne Befund sein, eine Nachuntersuchung nach wenigen Monaten aber bereits schon Auffälligkeiten zeigen kann.


Das MRT (Magnetresonanztomographie oder auch Kernspintomographie) ist ein bildgebendes Verfahren das Schnittbilder mittels körpereigener Magnetfelder erzeugt. Umgangssprachlich wird es - ähnlich der Computertomographie (CT) - die "Röhre" genannt und stellt auch in der Humanmedizin eines der kostenaufwändigsten Untersuchungsmethoden dar.
Seine Anwendung findet es bei der Darstellung von Weichteilgeweben sowie speziell von Nerven- und Hirngewebe und benötigt auf Grund der langdauernden Untersuchung einen
ruhigen Probanden weshalb beim Tier eine Vollnarkose nötig ist. Zur besseren Abgrenzbarkeit von Strukturen wird während der Untersuchung ein
Kontrastmittel intravenös verabreicht. Die Anfänge der MRT Scans beim Cavalier geschahen an ausrangierten Geräten der Humanmedizin, unter Tüchern in Kliniken geschmuggelte Hunde wurden mal eben narkotisiert und untersucht. Natürlich liess dabei die Qualität und Auswertung zu wünschen übrig. Heute wird die Untersuchung nur von speziellen Tierkliniken angeboten.


Die Untersuchung an sich dient ausschliesslich der Forschung, der Züchter oder Cavalierbesitzer kann selbst
keine Schlüsse aus den Ergebnissen ziehen. Denn gleichwohl es sich um ein objektives Verfahren handelt, ist es dennoch noch
unklar ab wann es bei strukturellen Auffälligkeiten im Bereich des Kleinhirns beim Cavalier
tatsächlich zum Ausbruch der eigentlichen Erkrankung mit Symptomen wie dem Kratzen kommt und welcher Hund die Erkrankung in der Zucht weitervererbt.

Holländische und englische Auswertungen (insgesamt waren damals etwa 10.000 Hunde untersucht!) sprachen von positiven Scans in einer Größenordnung von
Auffälligkeiten von 70 – 90 % in allen Ausprägungsgraden
Aber nur ein winziger Prozentsatz zeigte in Holland und Deutschland  Symptome, die jedoch wiederum in keinen Zusammenhang mit den MRT-Befunden zu bringen waren.
Die Engländer behandeln ihre Ergebnisse mit hingebungsvoller Diskretion, da war  außer ein paar ominösen Andeutungen darüber, dass man aus den untersuchten Hunden und ihren Vorfahren über  umfangreiche Datensammlungen verfüge, diese aber nicht öffentlich machen dürfe, nichts in Erfahrung zu bringen.
Wir mußten also einen „genetischen Weg“ wählen, was jedoch bei polygenen Erbgängen mit Schwellenpunkt nicht so einfach und vor allem nicht kurzfristig wirksam ist.
Bei polygenen Erbgängen wird der Defekt durch eine mehr oder weniger große Anzahl von Genorten bewirkt (mein letzter Kenntnisstand in Sachen SM sind 3 Genorte autosomal rezessiv, einer dominant). So komplexe Zusammenwirkungen sind schwierig zu bekämpfen, zumal wenn die Genwirkung erst ab der Überschreitung eines gewissen Schwellenpunktes zum Ausdruck kommt, also der Hund Krankheitssymptome zeigt. Der Belastungsgrad unterhalb des Schwellenpunktes ist äußerlich am Einzeltier nicht einschätzbar. Allerdings lassen sich aus den Nachzuchten Rückschlüsse ziehen. Auf diesem Prinzip baut sich dann auch unser Bekämpfungsmodell auf.
Wir sind schon immer Vorreiter gewesen, auch wenn es darum ging erblich belastete Vorfahren als Selektionshilfe in den Ahnentafeln für jeden nachlesbar zu kennzeichnen. Kein züchterisches Ego kann wichtiger sein als das Ziel, gesunde Hunde zu züchten. 
Sie haben noch Fragen? Rufen Sie mich einfach an!
0174 - 6086915
Karau@Minirocker.info
 
 
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